Robert Nacken

Robert Nacken

Geboren 1974 in Köln. Ist in erster Linie Musiker und Komponist. Neben verschiedensten Musik-Projekten und als Solokünstler, komponiert und musiziert er für Kino, Theater und TV. Seit 2004 macht er auch Kurzfilme und schreibt Drehbücher.

Filmografie

  • 2014/15 Weiße Ritter (Ton-Design, Musik)
  • 2014 Schwarze Sonne (Ton-Design, Ton, Musik)
  • 2010 Underground Odyssey (Darsteller, Regie, Drehbuch, Musik - Deutscher Kurzfilmpreis in Gold für Spielfilme von mehr als 7 bis 30 Minuten 2013)
  • 2004 Goodbye (Musik)

On Air

Deutschland 2015 | Spielfilm | 21 min

Deutscher Kurzfilmpreis in Gold für Spielfilme von mehr als 7 bis 30 Minuten

  • Drehbuch und Regie: Robert Nacken
  • Co-Autor: Christos Dassios
  • Kamera: Uli Grohs
  • Musik: Hayden Chisholm & Robert Nacken
  • Darsteller: Christos Dassios, Robert Nacken, Hayden Chisholm, Pedja Avramovic, Katha Raasch, Bernhard Marsch, Christina Schorre, Susanne Krings, Daniela Zöller, Mi Steinbach
  • Produktion: Robert Nacken

Inhalt

Zwei Lebenskünstler kapern eine Live-Radio-Sendung samt Moderatorin und Studiogast, um ihre politische Meinung kundzutun. Ihr Versuch die Welt zu verbessern entwickelt dabei allerdings eine eher unerwartete Eigendynamik. So hatte man sich die Revolution nicht vorgestellt.
Der Film ist gemeinsam mit dem WDR Hörspiel "On Air" von Robert Nacken entstanden.

Jurybegründung

Das Ziel vor Augen und das Herz am rechten Fleck, haben sie „den Style“ ohnehin auf ihrer Seite: In ON AIR wird auf unerhört lässige Art eine Rundfunkanstalt gekapert, um von dort aus eine Revolution auszurufen. Auch wenn die Reichweite eines Kultursenders gewisse Grenzen setzt und die Rundfunkmitarbeiter der Aktion eher gleichgültig gegenüberstehen. Dass sich der Filmemacher als aufmüpfiger Radiopirat selbst letztlich in eine Gesangseinlage flüchtet, thematisiert vergnüglich, in welches Dilemma sich jeder massenwirksame Appell an die Vernunft begibt. Oder wie konstatiert sein griechisch-stämmiger Komplize, halb an den Zuschauer gewandt? Die wahren Schuldigen, das sind die Mitläufer, die sich in bildungsbürgerlichen Sarkasmus flüchten. Auf höchst amüsante Weise werden hier die Möglichkeiten, gesellschaftliche Missstände in Frage zu stellen, ad absurdum geführt. Die Genauigkeit und Spitzfindigkeit der Dialoge, das selbstbewusste Understatement im Spiel, die „reinfunkenden“ Nebenfiguren und die nostalgische, schwarz-weiße Bildgestaltung formen einen Film, der es schafft, uns trotz all seiner absurden Komik, oder gerade wegen ihr, nachdenklich zu stimmen.